Aurel Iselstöger wird 1925 in Zagreb geboren. Als Sohn eines Diplomaten wächst er in Wien auf. Bereits im Alter von 14 Jahren wird bei ihm Schizophrenie diagnostiziert. Seinem Kinder- und Jugendpsychiater, ist es zu verdanken, dass er während der Zeit des Nationalsozialismus weder Euthanasie noch Kastration zum Opfer fällt indem er ihn zu seinem Schutz bei einer Familie auf dem Land unterbringt Schon in seiner frühen Kindheit ist sein außerordentliches künstlerisches Talent auffällig.
1945 wird Iselstöger in das Niederösterreichische Landeskrankenhaus Maria Gugging eingewiesen. Bereits in den 50er Jahren entdeckt dort der Psychiater Leo Navratil sein Werk und veröffentlich die Arbeiten in seinen darauf folgenden Publikationen. 1970 nimmt Iselstöger an der ersten Ausstellung die „Künstler aus Gugging“ in der Galerie Nächst St. Stephan teil. Iselstöger bleibt bis 1979 in Gugging hospitalisiert.
2008 stirbt Aurel Iselstöger in einem Seniorenheim in Klosterneuburg.
Der gesamte Nachlass des Künstlers befindet sich im Besitz der Galerie Susanne Zander und wird der Öffentlichkeit nun zum ersten Mal in einer Einzelausstellung präsentiert.