Chriss Hipkiss


„The L.I.E.S“ ist ein Akronym von "London In Europe" - London In Europa - eine Tatsache die, auch wenn keine wirkliche Lüge, eine Realität ist, die von einigen nur widerwillig akzeptiert wird. Das Ausstellungskonzept ist darüber hinaus eine selbstreflexive Simulation einer Museumsausstellung und spielt mit Formaten und Hängung in enger Auseinandersetzung mit dem Ausstellungsraum. In diesen Sinne enthüllt die Ausstellung "The L.I.E.S" auch die inhärenten kreativen Prozesse und verdeutlich gleichzeitig eine Tatsache die gerne übersehen wird: dass die Zeichnungen von Hipkiss nicht bloß das Ergebnis weltfremder Eigenbrödelei sind, sondern vielmehr von Fantasie und Realitätsbezug lebende Visionen unserer Welt.

Seit über 20 Jahren arbeiten Chris Hipkiss und Alpha Mason zusammen an einer kompromisslosen visuellen Ikonographie, die hypnotisierend, wenn nicht geradezu visionär wirkt. Nachdem sie 2000 ihrer Heimat England den Rücken kehrten, zogen sie kurz nach 9 / 11 in die französische Provinz. Das produktive Hipkiss-Oeuvre ist seither das Ergebnis eines symbiotischen Zusammenspiels zweier Individuen, zweier Komplizen vereinigt in einem kreativen Prozess der sowohl thematisch wie auch formell von einer Beziehung geprägt ist und sich durch einen kontinuierlichen Austausch von Ideen und Techniken weiterentwickelt.

Typisch für die überdimensionalen Hipkiss-Panoramen ist ein detailtreuer und gleichzeitig anarchischer Stil von außerordentlicher Präzision und formeller Beherrschung, der eine oftmals von mutierten Cyber-Dominas (und Hipkiss Alter Egos) besiedelten post-industrielle Parallelwelt darstellt. Die Unterschwellige Bedrohung in den technoiden Landschaften Hipkiss wird von utopischen Gegenentwürfen unheimlicher Schönheit gekontert.

Hipkiss Arbeiten sind weltweit in Sammlungen vertreten wie zum Beispiel in der Sammlung Antoine de Galbert (Paris), der Cindy Sherman Collection (New York), dem Museum Boijmans Van Beuningen (Rotterdam) und der John Michael Kohler Arts Center (Sheboygan, WI) .